TYPO3 Camp Berlin 2015 – Insights, Themen und Usability

TYPO3 Camp Berlin

Als ich letzte Woche Kontakt zu den Organisatoren des TYPO3 Camps Berlin von CPS-IT aufgenommen hatte, ahnte ich noch nicht, welch angenehmes Wochenende folgen würde. Hier also mein Fazit zum TYPO3 Camp Berlin 2015.

Freitag – Kickerturnier und erstes Kennenlernen

Auf dem SAE Gelände in Berlin kamen am Freitag also die ersten Teilnehmer zusammen. Bei entspannter Musik, vielen Getränken, Snacks und 4 Kickern! traf sich die Community, trat gegeneinander beim Kickerturnier an und tauschte sich über erste Themen aus – So könnte gerne jeder Freitag laufen!

Samstag – zahlreiche Sessions, hervorragende Speaker

Am Samstag kamen als erstes die Teilnehmer zum Frühstück zusammen und wurden durch Alain Veuve gebührend begrüßt. Anschließend fand die obligatorische Sessionplanung statt.

Usability-Session auf dem TYPO3 Camp in Berlin

Warum Usability? Einfache Nutzerführung an Praxisbeispielen

Natürlich habe ich es mir, nach der erfolgreichen Session zu den Grundprinzipien der Usability beim eCommerce Camp in Jena, nicht nehmen lassen, auch hier wieder zum UX Austausch anzuregen.

Unter dem Motto “Warum Usability?” hatte ich, bedingt durch meine tollen Teilnehmer, einen interessanten Talk über Nutzerfreundlichkeit für Software und Shops.

Warum Usability?

  • Frustration beim Anwender minimieren
  • Aufwandsminimierung (Zeit und Geld durch gute Bedienung einsparen, nachträgliche Anpassungen reduzieren, Supportaufwände verringern)
  • Motivation erhöhen (gute Usabilily unterstützt Nutzungsmotivation)

Mein Lieblingsstatement kam beim Thema Passwort-Usability auf.
Sammy Baghdadi von der familie redlich Agentur sah auf Entwicklerseite nur wenig Gründe für Regeln bei der Passwortvergabe. Auch ich konnte seiner Meinung teilweise zustimmen, da Websites bestimmte Use Cases oft unnötig kompliziert gestalten.

“Die Aufgabe der Admins ist es, ein sicheres System bereitzustellen. Die Aufgabe der User ist es, sich selber um ein Passwort zu kümmern! Komplizierte Vorgaben wie Sonderzeichen, Zahlen oder Großbuchstaben sind bei normalen Websites unnötig.”

Meine Folien zum Thema “Warum Usability? – Einfache Nutzerführung an Praxisbeispielen” könnt Ihr auf Slideshare anschauen. Viel Spaß damit.

Samstag – Agile Arbeitsweisen & Es muss nicht immer Responsive sein

Unter anderem nahm ich an den Sessions von Katharina Ziegler und André Renninger der mamalade GmbH teil. Unter dem Thema “Agile Arbeitsweisen aus der Praxis”, erhielten die Teilnehmer einen spannenden Einblick in die Arbeitsmethoden einer TYPO3 Agentur.

Vorteile agiler Arbeitsweisen:

  • Ticketsysteme vereinfachen kurze Sprints und Abrechnungen
  • Kunden werden in Prozesse besser eingebunden
  • stetiger Austausch und Feedback werden ermöglicht
  • Anpassungen können agiler vollzogen werden

Im offenen Talk zu “Responsive Design” fand ebenfalls ein angeregter Austausch zwischen Developern und Designern statt, der ruhig noch länger hätte gehen können. Den Einblick in das Tagesgeschäft und die Hürden fand ich persönlich sehr spannend, da ich auf UX / Berater-Seite die Probleme noch besser verstehen kann. Abläufe sind eben nicht immer konkret definiert und oft wechseln Entwickler in die Position des Designers, was mir einigen Aufschluss gab.

Probleme auf Developerseite:

  • Sind sich nicht sicher ob immer eine Lösung für Desktop, Tablet und Smartphone Sinn ergibt
  • Developer müssen teilweise unvollständig durchdesignte Styleguides nutzen
  • Kunden können sich nur eine bestimmte Anzahl an Designs für Unterseiten leisten -> Entwickler müssen anschließend auf Basis unvollständiger Daten die Konzepte weiterführen

Aus UX-Sicht kann ich hier auch nur bestätigen, dass es nicht immer 3 Designs für unterschiedliche Devices geben muss. Eine gute Desktop-Site funktioniert auch auf dem Tablet. Natürlich bieten auch hier die Themen Hover-Funktionen oder Use-Cases auf Desktop und Mobil noch reichlich Gesprächsstoff.

Der Samstag war voll mit guten Sessions. Checkt einfach mal den Twitter-Feed für mehr Infos.

Danke an das Catering & die Grillmeister!

Anschließend gab es abermals ein großartiges Catering. Es wurde gegrillt, Cocktails gemixt, gegessen und Wissen getauscht. Auch der Spaß kam mit Tischtennis, Flunkyball oder geselligem Beisamensein am offenen Feuer nicht zu kurz.

Grillen beim TYPO3 Camp Berlin
Wir wurden von den Profi-Grillern bestens versorgt 🙂

Quelle: Bild von René Pflamm

Sonntag – erfolgreiches Ausklingen

Nach zwei sehr guten TYPO3 Startersessions von Oliver Thiele ging es wieder zum Mittag. Am Nachmittag gönnte ich mir ebenfalls noch eine Session zum Thema Big Data von Gernot Schulmeister bevor der Abschluss sowie der Wanderpokal für den erfolgreichsten Speaker vergeben wurde.

Fazit

Zusammenfassend lege ich jedem von euch Barcamps ans Herz. Auch in Berlin hat mich die tolle Atmosphäre wieder begeistert. Der offene Austausch und gemeinsames Lernen machen Barcamps viel attraktiver als klassische Konferenzen. Alle Bilder zum TYPO3 Camp 2015 in Berlin findet ihr auf Flickr.

Auch die Organisatoren des TYPO3 Camps Berlin haben dieses Jahr wieder großartige Arbeit geleistet und haben sich Entspannung in der Sonne verdient ;)! Vielen Dank für 3 tolle Tage mit spannenden Menschen!

Typo3 Camp Berlin
Sebastian und Hannes von CPS-IT gönnen sich eine Auszeit nach all dem Orga-Stress

Quelle: Bild von René Pflamm

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